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	<title>Die Medien über uns | Nordseeferienhöfe – Hof Lafrenz und Hof Katthusen</title>
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	<title>Die Medien über uns | Nordseeferienhöfe – Hof Lafrenz und Hof Katthusen</title>
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		<title>Ackern für die Artenvielfalt</title>
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		<pubDate>Tue, 30 May 2023 09:56:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Großes Interesse für den landwirtschaftlichen Feldversuch bei Familie Mushardt Otterndorf. Der Otterndorfer Landwirt Markus Mushardt zeigt, dass Landwirtschaft und Naturschutz kein Widerspruch sein müssen. Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und dem Arbeitskreis Ackerbau entwickelt er auf seinen Feldern neue Anbaustrategien. Das stößt auf immer größeres Interesse. Multikulti statt Monokultur &#8211; so könnte man den Feldversuch [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mushardt.net/ackern-fuer-die-artenvielfalt/">Ackern für die Artenvielfalt</a> erschien zuerst auf <a href="https://mushardt.net">Nordseeferienhöfe – Hof Lafrenz und Hof Katthusen</a>.</p>
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									<p><strong>Großes Interesse für den landwirtschaftlichen Feldversuch bei Familie Mushardt</strong></p><p><strong> Otterndorf.</strong></p><p>Der Otterndorfer Landwirt Markus Mushardt zeigt, dass Landwirtschaft und Naturschutz kein Widerspruch sein müssen. Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und dem Arbeitskreis Ackerbau entwickelt er auf seinen Feldern neue Anbaustrategien. Das stößt auf immer größeres Interesse. Multikulti statt Monokultur &#8211; so könnte man den Feldversuch zusammenfassen, der seit 2019 auf den Feldern des landwirtschaftlichen Betriebs Mushardt in Otterndorf durchgeführt wird. Neben der klassischen Dreierfolge mit Winterweizen, Wintergerste und Winterraps wird hier eine siebengliedrige Fruchtfolge getestet-unter anderem mit Hafer, Mais und Ackerbohnen. Mit dem Versuch soll gezielt mehr Abwechslung auf den Acker gebracht werden. Denn wenn immer dieselbe Frucht in Monokultur angebaut wird, erschöpft sich nicht nur der Boden. Auch tierische und pflanzliche Schädlinge vermehren sich leichter. Die Hoffnungen in das Projekt sind großökonomisch wie ökologisch. Durch die breit aufgestellten Fruchtfolgen soll der Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln verringert werden. Diese Pflanzenschutzmittel-Reduzierungsstrategie passt auch zum sogenannten „Niedersächsischen Weg“, der für mehr Umwelt- und Naturschutz in der niedersächsi- schen Landwirtschaft sorgen soll. Dieser groß angelegte Feldversuch am Rande der Bundesstraße 73 weckt in immer stärker werdendem Maße das Interesse von Politik, Naturschützern und Landwirtschaftsexperten. Vor einigen Tagen hatte die Familie Mushardt unter anderem den Präsidenten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Gerhard Schwetje, den CDU-Landtagsabgeordneten Claus Seebeck und Samtgemeindebürgermeister Frank Thielebeule zu Gast, die sich über den Feldversuch informierten. Am Nachmittag hatten auch interessierte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, das Projekt kennenzulernen.</p><p><strong>Wie viele Regenwürmer leben im Ackerboden?<br /></strong></p><p>Neben der Fruchtfolgegestaltung stand dabei auch die Biodiversität im Fokus. So führt das Berliner Julius-Kühn-Institut auf den Mushardt-Äckern derzeit Regenwurmerhebungen durch. „Regenwürmer sind vielfältige Helfer zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit und für den Bodenschutz“, erklärte Bernd Hommel vom Julius Kühn-Institut. Darüber hinaus hat die Landwirtschaftskammer bei Mushardt und auf anderen Nordseehöfen ein Monitoring mit Honigbienen und ein Hummelprojekt initiiert &#8211; die flauschigen, brummenden Insekten erhalten in Strohballen ein kuscheliges Domizil. Markus Mushardt weiß, dass sein Einsatz für eine regenerative Landwirtschaft und den Naturschutz nicht bei allen Landwirten gut ankommt. „Ich will auch niemanden belehren oder in eine Richtung drängen“, betont er. Ihm gehe es vielmehr darum, einen Gedankenanstoß zu geben.</p>								</div>
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		<title>Nachhaltigkeit – und mit Spaß</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jul 2022 10:17:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>In ihrem Bauernhof-Ferien bei den Mushardts in Otterndorf können Urlauber Landwirtschaft auch aus der Getreidefeld-Perspektive erleben. Nachhaltiger Urlaub macht Spaß und sogar schlauer da sind sich die Familien Wensky, Riege, Toppmöller und Hasse einig. Alle vier verbringen gerade ihre Ferien auf dem Urlaubsbauernhof der Familie Mushardt in Otterndorf.Ihre Begegnung mit Fridolin hat sie noch ein [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://mushardt.net/nachhaltigkeit-und-mit-spass/">Nachhaltigkeit – und mit Spaß</a> erschien zuerst auf <a href="https://mushardt.net">Nordseeferienhöfe – Hof Lafrenz und Hof Katthusen</a>.</p>
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									<p>In ihrem Bauernhof-Ferien bei den Mushardts in Otterndorf können Urlauber Landwirtschaft auch aus der Getreidefeld-Perspektive erleben.</p><p>Nachhaltiger Urlaub macht Spaß und sogar schlauer da sind sich die Familien Wensky, Riege, Toppmöller und Hasse einig. Alle vier verbringen gerade ihre Ferien auf dem Urlaubsbauernhof der Familie Mushardt in Otterndorf.<br />Ihre Begegnung mit Fridolin hat sie noch ein bisschen mehr vom sanften Tourismus überzeugt.<br />Aber wer ist dieser Fridolin, und was hat er mit Nachhaltigkeit und Urlaub zu tun?</p><p>Laura (10), Levin (4), Fabian (5) und Lennart (5) stehen mit ihren Eltern mitten in einem Gerstenfeld. <br />Dass unter ihnen gerade Fridolin ackert, können sie zwar nicht sehen. <br />Dafür dürfen sie ein paar von Fridolins Artgenossen aus einem Stück Ackerboden befreien. Vorsichtig natürlich, mahnt Agrarwissenschaftler Markus Mushardt. <br />Denn die lebendigen kleinen „Maschinen“ sind wertvoll. Fridolin und seine Gefährten sind Regenwürmer. <br />Sie beackern das Land, auf dem die Mushardts verschiedene Getreidesorten und andere Feldfrüchte anbauen.<br />Bis zu tausend Stück sind es auf dem Gerstenfeld pro Quadratmeter, sagt Markus Mushardts. „Ich liebe Regenwürmer“, ruft Fabian und macht sich vorsichtig mit bloßen Fingern an die Arbeit. <br />Dass der Acker vom Regen ziemlich aufgeweicht ist, stört den kleinen Forscher nicht. <br />Seit 1994 bewirtschaften Hans-Heinrich und Ute Mushardt den Hof Katthusen am Rand von Otterndorf. Mit Landwirtschaft auf der einen und Urlaubern auf der anderen Seite. <br />„Mit zwei Ferienwohnungen und zwei Gästezimmern sind wir damals gestartet“, erinnert sich Hotelbetriebswirtin und Hauswirtschaftsmeisterin Ute Mushardt. <br />Aus den zwölf Betten sind bis heute 46 geworden – verteilt auf zehn Feriendomizile auf mittlerweile zwei Ferienhöfen. <br />Nachhaltigkeit war für Ute Mushardt schon ein Thema, lange bevor das Wort in aller Munde war.<br />„Natürlich ist das mit der Zeit noch gewachsen“, berichtet sie.<br />Erst recht, seitdem der Betrieb vor fünf Jahren Nationalpark-Partner geworden ist. <br />Woran die Urlauber das sehen? Sie können den Kühlschrank in der Ferienwohnung unter anderem mit Schweinebratwürstchen, Konfitüre, Apfelsaft und Eiern vom Mushardtschen Hof füllen, den hofeigenen Wind- und Sonnenstrom nutzen, barfuß über einen Parcours oder durch den hofeigenen Entdeckerwald laufen und im Spielheuboden toben. <br />Selbst die Entsorgung von Abfällen ist Teil des Urlaubskonzepts, berichtet Ute Mushardt. <br />„Schälabfälle kommen zu unseren Kaninchen und Schweinen; Gekochtes können die Hühner haben, und Kompost kommt auf den großen Misthaufen“, erklärt sie. <br />„So bekommen die Gäste mit, dass wir Mist und Kompost auch als Dünger einsetzen.“<br />Und von dort ist es nicht weit zum Regenwurm. <br />„Fridolin und seine Freunde“ heißt eine Projektwerkstatt, zu der Markus Mushardt – mit 30 Jahren das älteste von vier Kindern der Mushardts – Urlaubsgäste von den elterlichen Ferienhöfen Katthusen in Otterndorf und Lafrenz in Altenbruch regelmäßig einlädt. <br />Eine Reise in die Welt von Regenwurm Fridolin, die den Urlaubsgästen veranschaulichen soll, warum die Mushardts beim Ackerbau seit einigen Jahren auf die Arbeitskraft der Ringelwürmer setzen.<br />Während die kleinen Urlaubsgäste „Wer findet die meisten Regenwürmer“ spielen, haken ihre Eltern bei Markus Mushardt nach.<br />Was er von dem umstrittenen Pflanzenschutzmittel Glyphosat hält, warum er Fruchtfolgen bevorzugt und beim Umgraben und Lockern des Bodens auf Regenwürmer statt auf große Maschinen setzt. <br />Fridolins Geschichte ist ein Teil des hofeigenen Animationsprogramms, das von der Kerzenwerkstatt über die Herstellung von Kräuterseife bis zur Kneippkur reicht.<br />Bei den Gästen kommt das Rundumpaket gut an. <br />„Für Kinder ist es toll zu sehen, wo das Essen eigentlich herkommt“, schwärmt Birgit Wensky, die mit ihrer Familie schon zum zweiten Mal bei den Mushardts ihren Urlaub verbringt. <br />„Wir wussten gar nichts vom Nachhaltigkeitsansatz, als wir un-sere Ferien hier gebucht haben“, gesteht Martina Fischbach.<br />Doch was sie in den ersten Tagen ihres Urlaubs erlebt hat, begeistert die junge Mutter. „Für Kinder ist der Hof fantastisch.<br />Liebevoll, naturnah und vielfältig.“ <br />Ute Mushardt nickt. „Naturnähe ist für Gäste total wichtig.<br />Oft buchen Eltern bei uns, die ihren Kindern vermitteln möchte, wie Landwirtschaft funktioniert“, berichtet die Otterndorferin. Trotz oder auch wegen der vielen Möglichkeiten und Einblicke in das „reale landwirtschaftliche Leben“, seien manche Gäste auch enttäuscht. „Sie vermissen eine Landwirtschaft wie aus dem Bilderbuch“, berichtet die 58-Jährige. <br />„Bullerbü-Idylle“ bieten Mu- shardts trotz aller Extras auf ih- rem modernen und konventionel- len Betrieb bewusst nicht. „Wir möchten in der Landwirtschaft nichts anderes, als dass die Men- schen wahrnehmen, wie wir le- ben und arbeiten“, erklärt Ute Mushardt, die auch Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus in Deutsch- land ist. Mehr als 50 Prozent ih- rer Gäste scheinen das zu schät- zen. So viele sind es laut Ute Mushardt, die mehr als nur ein- mal Urlaub auf den Ferienhöfen der Familie machen.</p>								</div>
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		<title>Top Agrar Podcast &#8211; Urlaub vor der Haustür</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Jul 2022 14:37:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wir sind zu hören bei Top Agrar. Hören Sie sich den Podcast an. Zum Podcast</p>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2020 11:19:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der groß angelegte Fruchtfolge-Feldversuch in Otterndorf ist ein „Leuchtturmprojekt“ OTTERNDORF. Dieses Feld am Rande der B 73 fällt schon optisch aus dem Rahmen. Auf zehn nur 24 Meter schmalen und 140 Meter langen Streifen stehen nebeneinander verschiedene Früchte von Ackerbohne über Gerste bis Weizen. Was sich optisch wie ein Flickenteppich darstellt, könnte den Ackerbau ein [&#8230;]</p>
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									<p><strong>Der groß angelegte Fruchtfolge-Feldversuch in Otterndorf ist ein „Leuchtturmprojekt“</strong></p><p>OTTERNDORF. Dieses Feld am Rande der B 73 fällt schon optisch aus dem Rahmen. Auf zehn nur 24 Meter schmalen und 140 Meter langen Streifen stehen nebeneinander verschiedene Früchte von Ackerbohne über Gerste bis Weizen. Was sich optisch wie ein Flickenteppich darstellt, könnte den Ackerbau ein stückweit revolutionieren. Altes Bauernwissen wird hier neu umgesetzt. Kann Pflanzenschutz- und Düngereinsatz durch eine größere Fruchtfolge reduziert werden?</p><p>Hier geht es gezielt um mehr Abwechslung auf dem Acker. Denn wenn immer dieselbe Frucht in Monokultur angebaut wird, erschöpft sich nicht nur der Boden. Auch tierische und pflanzliche Schädlinge vemehren sich leichter. In der Folge werden Nährstoffe und Wasser schlechter verwertet.</p><p>Wenn die Pflanzen krank sind, bedeutet es wiederum, dass der Landwirt mehr Mittel einsetzen muss. Man kommt gewissermaßen zu den Wurzeln zurück. Uraltes Bauernwissen blüht wieder auf: Bereits seit dem 9. Jahrhundert ist die Dreifelderwirtschaft bekannt. Die Fruchtfolge, also die zeitliche Aufeinanderfolge verschiedener Kulturpflanzen auf einem Feld, beugt der Erschöpfung der Nährstoffe im Boden vor und sie reduziert Krankheits-, Schädlings- und Unkrautdruck.</p><p><strong>Uraltes Wissen </strong></p><p>Das Expertenwissen unserer Urahnen ist nun Grundlage für den umfangreichen Feldversuch in Otterndorf. Neben der klassischen Dreierfolge von Winterwei- zen, Wintergerste und Winterraps wird hier eine Sieben-Fruchtfolge ausprobiert mit Winterweizen, Hafer-Winterweizen, -Mais, Ackerbohnen, Wintergerste und Winterraps. Und es erfolgt die Dokumentation. Die Hoffnungen sind groß: ökonomisch wie ökologisch. Durch die breit aufgestellten Fruchtfolgen soll der Einsatz von Pflanzenschutz &#8211; und Düngemitteln verringert werden sowie eine schonendere Bodenbearbeitung erfolgen. Und noch mehr: Es geht zusätzlich um Schutz vor witterungsbedingten Ernteausfällen durch Dürre oder Starkregenereignissen. „Wenn man breiter aufgestellt ist und mehr Kulturen hat, kann man durch unterschiedliche Ernte- und Bearbeitungszeiten die Arbeitsspitzen entzerren. Und man hat eine größere Risikostreuung beispielsweise bei Extremwetter“, geht Markus Mushardt voller Zuversicht in dieses über zunächst sieben Jahre ausgerichtete Projekt. Seine Familie stellt für diesen Feldversuch die Fläche zur Verfügung. Mit im Boot ist der Arbeitskreis Ackerbau Land Handeln sowie die Landwirtschaftskammer Hannover. Sie übernimmt das von Firmen unabhängige Monitoring. Um den Versuch aus ökonomischer Sicht auszuwerten, ermittelt sie die Erträge aller Kulturen und wertet die Statistiken aus. „Dies ist ein Leuchtturmprojekt“, ist sich Gerold Mächler, Leiter des Ackerbau-Arbeitskreises sicher. Und Kai-Hendrik Ho- wind von der Landwirtschaftskammer Hannover meint, dass dieser Feldversuch tatsächlich Strahlkraft für andere Ackerbaubetriebe in ganz Niedersachsen haben könnte. Die Betreuung des Versuches läuft über die Außenstelle Bremervörde der Landwirtschaftskammer mit Holger Oest.</p><p><strong>Transparenz schaffen</strong></p><p>Zusätzlich zu dem landwirtschaftlichen Erkenntnisgewinn wird bei diesem Feldversuch aber auch Öffentlichkeitsarbeit vorgenommen. So wurde die Fläche unterhalb der Umgehungsstraße in Otterndorf bewusst an dem beliebten Spazier- und Radweg ausgewählt und ein aufgestelltes Informationsschild beschreibt das mehrjährige Experiment. Auch Führungen über das Versuchsfeld sind angedacht. Nicht zuletzt geht es auch hierbei darum, Transparenz für landwirtschaftliche Prozesse zu schaffen.</p>								</div>
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		<title>Urlaub vor der Haustür</title>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2020 18:58:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Christina Bauer hat schon mal den Rasen geschnitten. Dreieinhalb Hektar, das dauert Stunden, auch mit ihrem knatternden Sitzmäher. Die Frau in Jeans und Wolljacke will vorbereitet sein, wenn Deutschland wieder hochfährt. Seit Tagen lässt sie auf ihrem Campingplatz die Sanitäranlagen umbauen, jedes zweite Waschbecken wird entfernt, jede zweite Toilettentür verrammelt. Ihre Rezeption mit dem kleinen [&#8230;]</p>
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									<p>Christina Bauer hat schon mal den Rasen geschnitten. Dreieinhalb Hektar, das dauert Stunden, auch mit ihrem knatternden Sitzmäher. Die Frau in Jeans und Wolljacke will vorbereitet sein, wenn Deutschland wieder hochfährt. Seit Tagen lässt sie auf ihrem Campingplatz die Sanitäranlagen umbauen, jedes zweite Waschbecken wird entfernt, jede zweite Toilettentür verrammelt. Ihre Rezeption mit dem kleinen Kiosk wird derart umgezimmert, dass auch hier alle Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden können. Dieser Maimittwoch bringt einen Traumtag für den Campingplatz Rursee im Naturpark Eifel. Die Luft ist kristallklar, sattes Frühlingsgrün liegt auf den Bergen. Am Fuße des terrassierten Campinggeländes plätschert der Weidenbach. Nur wenige Dauercamper sind auf dem Platz, wie Monika und Reiner Danielzik, die gerade vor dem Caravan ihre Sonnen liegen mit bunten Auflagen drapieren. „Wir wollten dieses Jahr eigentlich in die Türkei“, sagt Monika Danielzik, „hatten schon gebucht.“ Aber Pustekuchen – erst Reisewarnung, dann Reiserücktritt und nun Rursee. Und Christina Bauer ahnt: Es wird 2020 voll auf ihrem Rasen. Denn wenn CoronaDeutschland fast ausschließlich im Inland entspannt, steht Camping weit oben auf der Prioritätenliste. Wer nicht so gern zeltet, kann auf vielen Plätzen auch feste Unterkünfte buchen: Hütten, Wohn &#8211; wagen oder, wie bei Christina Bauer, ein hölzernes CampingFass mit je zwei Bettplätzen. Der Urlaub 2020 wird anders – anders als geplant, anders als sonst. Irgendwo draußen, in der Natur, möglichst einsam. Infektionszahlen, Kurvendiagramme und dazu die Frage, wie und ob es mit der Arbeit weitergeht: Corona prägt alles, auch den Sommer. Noch bis einschließlich 14. Juni gilt eine weltweite Reisewarnung. Außenminister Heiko Maas hat vorsorglich gemahnt: Es werde keine erneute Rückholaktion für Coronabedingt gestrandete Bundesbürger geben. Erste Länder buhlen zwar bereits wieder um deutsche Touristen, doch die Vorstellung einer Fernreise wirkt auf die meisten Menschen befremdlich: Begrüßung mit der Fiebermesspistole? Und dann ab an einen Strand, an dem womöglich Plexiglaskabinen stehen und CoronaBeauftragte die Badezeit im Meer stoppen? Nein, danke. Denn auch wenn jetzt alle von „Hochfahren“ und „Lockerungen“ reden: Gegen die Ausbreitung des Virus hilft nur Vernunft. Also doch lieber Picknickdecke und ein kontaktloses Kaltgetränk, eine Woche in der Ferienwohnung, ein paar Tage im Hotel irgendwo zwischen Ahlbeck und Lörrach, Borkum und dem Fichtelberg, im Lieblingsreiseland der Deutschen: ihrem eigenen. Es gibt hierzulande schließlich unendlich viel zu entdecken: allein 16 Nationalparks – von Berchtesgaden bis zur Vorpommerschen Boddenlandschaft –, dazu die 46 Stätten der UnescoWelterbeliste – vom Trierer Dom bis zur Lübecker Altstadt. Und wie die „Neue Zürcher Zeitung“ einmal nachgerechnet hat, tragen ganze 97 deutsche Landschaften die Bezeichnung „Schweiz“ im Namen. Ohne Kneipen, Clubs und Kultur zieht es so bald keine Touristen in die Städte. 2020 wird der Sommer des Hinterlands. Hallo, Provinz! „Wir werden hier oben Besucherzahlen haben, wie wir sie noch nie hatten“, davon ist Patrick Dahlemann fest überzeugt. Hier oben, das ist MecklenburgVorpommern. Das am dünnsten besiedelte Bundesland mit seinen vielen Seen, Flüssen und der Ostseeküste scheint wie gemacht für diesen Sommer der Distanz. Dahlemann ist als parlamentarischer Staatssekretär der Landesregierung zuständig für Vorpommern. Wenn er nicht gerade zu Sonderkabinettsoder Taskforce-Sitzungen nach Schwerin muss, fährt der jugendlichalerte SPDMann kreuz und quer durch die ihm anvertraute Region und redet und hört zu. In gewisser Weise verbindet er dabei das Politische mit dem Praktischen. Denn zum einen hängt hier jeder fünfte Job am TourismusSektor. Und zum anderen ist es so: Eigentlich wollten er und seine Frau über Pfingsten nach Rhodos fliegen, natürlich haben sie storniert, es kann also nicht schaden, sich einmal vor der Haustür umzusehen. An diesem frühen Maimorgen hat der blaue Dienstwagen Dahlemann ins kleine Dörfchen Rieth gefahren, am Ufer des Stettiner Haffs, schräg unter Usedom, im östlichen Winkel Vorpommerns, dorthin, wo Marco Dorka und Dirk Bartelt vor nun schon 20 Jahren ihr „Traumhaff“ gefunden haben. Rund zwanzig individuelle Ferienhäuser vermieten sie hier, zwei davon schwimmen unten am Steg. Wie alle Gastronomen stehen die Betreiber vor einem komplexen Problem: Das Frühjahrsgeschäft ist ausgefallen. Jetzt können sie endlich wieder Gäste empfangen. Und müssen gleichzeitig dafür sorgen, dass es nicht zu eng wird. Dorka und Bartelt haben darum ein Konzept für „kontaktlosen Tourismus“ entwickelt, vom Checkin bis zum Checkout. „Wir sind jederzeit über Whatsapp zu erreichen, aber kaum anzutreffen.“ Der Urlaub beginnt an der „kontaktlosen Rezeption“, einem schwarzen Briefkasten, aus dem Dahlemann nun einen kleinen beschrifteten Karton holt, in dem neben dem Hausschlüssel auch die Lagebeschreibung und eine Radwanderkarte der Region liegen. Brötchen und Gemüse aus dem Dorf gibt es auf Bestellung, online oder per Handzettel, die Lieferung erfolgt bis an die Türklinke. Zudem haben sie sogenannte Encasing-Sets beschafft, zusätzliche Bettbezüge, die zwischen Bettdecke und Bettwäsche für Keimfreiheit sorgen sollen. Alles muss hygienisch sein, und trotzdem darf sich kein Gast fühlen, als wäre er Patient in einem Hospital. „Hier, probieren Sie mal“, sagt Dorka und reicht eine Flasche Desinfektionsmittel. „Hab ein paar Tropfen Eau de Toilette hineingegeben. Riecht viel besser, oder?“ Die Betreiber haben sogar ein kurzes Erklärvideo zu ihrem Corona-Konzept gedreht, darüber, wie Urlaub „mit Abstand am schönsten“ wird, wie es im Untertitel heißt. Am Ende des Films sitzen beide Männer lächelnd auf der Treppe, Einblendung: „Schade, dass wir uns nicht kennengelernt haben.“ – „Hammer“, sagt Dahlemann nach der kurzen Vorführung, „das ist genau der Weg!“ Der Weg, der in eine weitere Öffnung führt. Im Moment kann es sich Mecklenburg-Vorpommern leisten. Im ganzen Bundesland gab es in der vergangenen Woche gerade mal 28 Neuinfektionen. Aber so soll es, bitte schön, bleiben. Darum wird zunächst nur für Landeskinder geöffnet; rechtzeitig zu Pfingsten dürfen auch Gäste aus dem Bundesgebiet wieder an den Strand und in die Betten. Allerdings dürfen vorerst nur 60 Prozent davon vermietet werden. Sicher ist sicher. Kontaktlos und keimfrei – es klingt wie der Slogan dieser Saison. Doch neben diesen physischen Faktoren spielten in diesen Wochen auch die psychologischen Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle, sagt die Tourismusforscherin Claudia Brözel von der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde: „Viele Menschen sind in Kurzarbeit oder haben ihre Jobs verloren. Die sind mit ganz anderen Dingen beschäftigt und werden höchstens ein paar Tage im Grünen planen.“ Andere, so Brözel, hätten während der Zeit des Lockdowns gespürt, wie durchgetaktet und hektisch ihr normales Alltagsleben verlaufe. Auf „organisierten Tourismus mit Rundumversorgung“, der hierzulande zudem oft sehr teuer ist, hätten diese Menschen gerade wenig Lust. Die Forscherin erwartet stattdessen, dass es „vor allem Individualtourismus in der näheren Umgebung geben wird, nach dem Motto: Erkunden, was möglich ist.“ Man müsse nur etwas mehr Eigeninitiative zeigen und sich umschauen (siehe auch Tipps S. 34). „Profitieren werden alternative Unterkünfte und kleinere Anbieter, die flexibel auf die Krise reagieren und die digital gut aufgestellt sind.“ Man muss eben auch gefunden werden können, hinter den sieben Bergen – und im Internet. Zum Glück gibt es zahlreiche dieser Anbieter, vor allem weit draußen, auf dem Land, wo Wind und Weite in Sekundenschnelle jedes Aerosol zerstäuben. Und auf Abenteuer und Exotik muss auch in den deutschen Naherholungsgebieten niemand verzichten. Waren Sie mal am Rothaarsteig im Sauerland, wo Wisente leben? Oder zwischen Delitzsch und Bitterfeld, wo im ehemaligen Tagebaugebiet die „Goitzsche Wildnis“ herangewachsen ist? Sind an der Zipline hängend eine Harzer Talsperre hinabgebrettert oder auf der Schwäbischen Alb durch Kalksteinhöhlen geklettert, Fossilienklopfen inklusive? In diesem Sommer gilt auch hierzulande das bewährte MallorcaPrinzip: An den Hotspots mögen sich Touristen mit SelfieStöcken duellieren – aber im Hinterland, in zweiter, dritter Reihe gibt es traumhaft schöne Ecken. Direkt an den Küsten und auf den Inseln sind die Preise zum Teil bereits drastisch gestiegen. Aber sollen die Hamburger doch ruhig auf Sylt Tennis spielen – das Land der Friesen ist groß. Von Klanxbüll im Norden bis Krummhörn im Westen: Deiche, Himmel, Wasser und dazwischen keine nennenswerten Highlights, die man verpassen könnte. Denn die Attraktion liegt jenseits des Festlands: im Wattenmeer. Bei der Nordsee geht es gerade nicht ums Baden und Inder-SonneLiegen. Sondern ums Schuheausziehen und Durchatmen. Auf dem grasbegrünten Deich bei Otterndorf westlich der Elbmündung stehen die bunten Strandkabinen bereits im vorbildlichen Abstand von vier Metern. Dazu ein paar schwere Holztische und Bänke – unverrückbar. In der „Freibeuter Strandbar“ ist Inhaber Ole Fredebohm ebenfalls schon bestens vorbereitet: Eine Plexiglasscheibe schützt den Tresen, auf dem Fußboden sorgen schwarzgelbe Klebestreifen für Distanz. Nur die Gäste fehlen noch. „Eigentlich wäre hier schon seit Mitte April Halligalli“, sagt der Gastronom und Ferienhausvermieter. Wobei „Halligalli“ hier am Wiesendeich vermutlich auch ohne Corona etwas anderes bedeutet als an der Playa de Palma. Nicht weit vom Deich entfernt liegt das Gehöft von Ute Mushardt. Die 56Jährige ist die Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft „Urlaub auf dem Bauernhof“ – und gerade wegen der Corona-Probleme überaus zuversichtlich. Zumindest für den Teil der Branche, der ihr am Herzen liegt. „Auf dem Land haben wir ideale Bedingungen für Social Distancing“, sagt sie. „Abstand halten funktioniert bei uns automatisch.“ Natürlich gebe es in diesem Jahr Auflagen. Hygieneschulungen, keine großen Veranstaltungen auf der Diele, kein gemeinsames Eiersuchen im Hühnerstall sowie ein Mindestaufenthalt von sieben Tagen, um die Besucherketten nachvollziehen zu können. Aber, davon ist Frau Mushardt überzeugt: „Dieses Virus macht etwas mit den Menschen. Wir hinterfragen unsere Bedürfnisse. Und sehnen uns nach Gesundheit und Frische.“ All das sei eine Chance dafür, dass in diesem Jahr mehr Urlauber den ländlichen Raum entdeckten sowie die nachhaltige Landwirtschaft, die bei ihr und vielen anderen Anbietern zum Konzept gehört. „Urlaub auf dem Bauernhof ist Spaß und Wertevermittlung“, sagt sie. Die Gäste erholen sich und lernen viel nebenbei über Anbau, Regionalität und Umweltschutz. Die zertifizierten Ferienhöfe der Arbeitsgemeinschaft halten in ganz Deutschland 140 000 Gästebetten in abgetrennten Ferienwohnungen bereit. „Ob Berge oder Küste – man findet was“, verspricht Ute Mushardt. Und fügt hinzu, dass Höfe außerhalb der TourismusDes- tinationen oft besonders reizvoll seien: „Die gleichen den Standort durch besondere Freizeitangebote aus.“ Frau Mushardt ist eine leidenschaftliche Landvermieterin. Binnen wenigen Minuten führt das Gespräch weg vom Virus, hin zu Fruchtfolge, Mutterkuhherden und Salzwiesen. Ein Kätzchen rekelt sich auf der Terrasse, und am Horizont leuchtet knallgelb der Raps. Man stellt sich schon vor, wie das wäre, abends gemütlich vor einem ihrer schwedenroten Holzhäuschen zu sitzen und einfach nur den Rehen beim Äsen zuzusehen. „Corona bringt uns alle zum Nachdenken“, sagt sie. „Das hat vielleicht auch sein Gutes.“ Es beginnt schon bei der Anreise, die komplett virenfrei im eigenen Pkw erfolgen kann. Anders als im vorigen Jahr, in dem die Deutschen, gänzlich flugschamlos, so viel gejettet sind wie nie zuvor. In diesem Sommer könnte man zur Abwechslung auch aufs Fahrrad steigen und nebenbei an Karma, Klima-und Kalorienbilanz arbeiten. Der Radwanderweg Berlin–Hameln etwa verbindet auf einer Gesamtstrecke von 400 Kilometern das Weserbergland mit dem Potsdamer Havelgebiet, quert dabei das Leinebergland, die Hildesheimer Börde, die Schöppenstedter Mulde, die Elbauen, den Fläming und die Zauche – und kommt dabei ohne nennenswerte Anstiege aus. Wie wäre es mit einem Kurzurlaub in Brandenburgs Ruppiner Schweiz, über die Fontane schon dichtete, sie habe „an jeder Stelle gleichen Reiz“? Oder im Hainich, dem uralten Buchenwald zwischen Thüringen und Nordhessen? Wenn es an den Highlights des Elbsandsteingebirges zu eng wird, gibt es ja noch die Lausitz und die nicht minder spektakulären Felsformationen um Zittau. Und wer im Wendland schon „Overtourism“ feststellen sollte, fährt weiter in die Altmark. Schließlich sind es die noch wenig entdeckten Regionen wie jene im Norden SachsenAnhalts, die in diesem Jahr endlich mal einen Standortvorteil zu bieten haben: wenig Menschen, nüscht wie Gegend. 4 „Wir haben hier weites, unverbautes Land“, sagt Charlotte Schulz vom Altmärkischen Regionalmarketing. „Aber auch viel Abwechslung: historische Städte, Burgen, Gärten.“ Selbst wenn man es bisher nur bis an den Arendsee geschafft hat, dem bekanntesten Ziel der Gegend, ahnt man, wie recht sie hat. Salzwedel, Heimat des Baumkuchens, wegen seiner vielen Brücken auch „KleinVenedig des Nordens“ genannt. Oder die Hansestadt Tangermünde mit ihrem malerischen Hafen. Stendal. Die Gierseilfähren über die Elbe, eine Tradition seit dem 17. Jahrhundert. Weil es kaum Wirtschaft zu fördern gibt, wurde in den vergangenen Jahren das touristische Angebot ausgebaut und modernisiert: Kanutouren, Radwandern für jeden Fitnessgrad, Picknick am naturbelassenen Elbufer. „Und kennen Sie schon unser Kuhschwanzbier?“, fragt Charlotte Schulz zum Abschied. Eben! Weintrinken zwischen Mosel und Saar, Wasserwandern auf dem Main in Franken, und auch diejenigen, die es gern luxuriös und komfortabel haben, werden bei deutschen Landhoteliers fündig. Das Wasser im Pool des Seehotels Wiesler am Titisee ist wohltemperiert, 26 Grad. Die Solarkollektoren auf dem Dach „heizen derzeit wie der Teufel“, erklärt KlausGünther Wiesler, 59, der Chef des Familienbetriebs. Wenn es nach ihm ginge, könnten die Gäste schon morgen wieder ihre Bahnen ziehen, mit Blick auf Schwarzwaldtannen und den Titisee. Aber in BadenWürttemberg müssen Hotels noch bis zum 28. Mai geschlossen bleiben. Unter welchen HygieneAuflagen Wiesler sein Viersternehaus öffnen darf, ist noch nicht in allen Details geklärt. Schwimmen auf Distanz – in den Pools sei das kein Problem. „Auf der einen Beckenseite hoch, auf der anderen runter.“ Aber was ist mit der Saunalandschaft und dem Whirlpool? Wiesler, der zugleich Küchenchef ist, sorgt sich vor allem ums Restaurant. Er läuft mit dem Hausmeister durch das Hotel und spielt die Möglichkeiten durch: Tische und Stühle auf Abstand rücken, die Speisekarte aufs Smartphone des Gasts, und das Fünfgangmenü wird verkleinert. Denn fünf Gänge hieße, dass die Kellner mindestens zwölfmal an den Tisch kommen müssten. Dazu: täglich Fieber messen, Handschuhe und Mundschutz tragen. So sollte es funktionieren, irgendwie. Aber Wiesler treibt eine Frage um, wie wohl viele Hoteliers: Wo bleiben Lust und Leichtigkeit? So viel lässt sich bereits jetzt über den kommenden Sommer sagen: Gesellig wird er nicht. Spazieren gehen, wandern, Landschaften entdecken, am Fluss sitzen, das Draußensein genießen. Dieser Urlaub wird eher wie ein Gedicht von Joseph von Eichendorff. Still. „Wir sind in einer ReiseWelt angekommen, die wir im Sinne der Nachhaltigkeit schon lange vertreten“, sagt Regine Gwinner von „Fairkehr“, einer Agentur für alternativen und umweltfreundlichen Tourismus. Gwinner empfiehlt: nicht über Beschränkungen lamentieren, sondern den Reiz des Ungewohnten erspüren. „Einfach mal drauf einlassen und nicht lange planen. Ich wette, dass jeder in seiner Umgebung etwas findet, das er noch nicht kennt.“ Vielleicht hat Gwinner recht, vielleicht biegen wir einfach mal ab, an einer dieser braunen „touristischen Unterrichtungstafeln“, die zu Hunderten längs der Autobahnen in hinreißenden Superlativen auf oft weltunbekannte Attraktionen hinweisen. Auf historische Ortskerne, Schlösser, Burgen, Parks oder die älteste linksdrehende Bockwindmühle nördlich des Mains – es könnte sie zumindest geben. Und vielleicht wird sie in diesem Sommer noch entdeckt.</p><p><strong>1. Das Weite suchen</strong> <br />Wo in einer Großstadt wie Hamburg das Weite finden? Elbe und Alster sind selbst in diesen Zeiten überlaufen. Die Fischbeker Heide im Südwesten der Stadt aber lässt jede Menge Platz zum Durchatmen. Mit einer Fläche von fast acht Quadratkilometern ist sie Hamburgs drittgrößtes Naturschutzgebiet. Besonders eindrucksvoll zeigt sie sich zur Blütezeit der Besenheide im August, wenn dieser Mikrokosmos ganz in Pink-und Lilatönen leuchtet. Aber auch zu anderen Zeiten ist die Heide ein stiller Ort für ausgedehnte Spaziergänge und Naturbeobachtungen. Auch Mountainbiking ist hier möglich. www.fischbekerheide.de<strong><br /></strong></p><p><strong>2. Ganz in Ruhe</strong> <br />Es sind zwar nicht die Fjorde Norwegens und auch nicht die Gewässer Kanadas, aber beim Kanufahren auf dem Schaalsee kann man durchaus einmal vergessen, dass man sich an der Grenze von SchleswigHolstein und MecklenburgVorpommern befindet. Vogelgeschrei ab und an, das Geräusch des Paddels im Wasser – mehr nicht. So ruhig liegt der See, dass die nahe Zivilisation in weite Ferne rückt. www.schaalseeinfo.de<strong><br /></strong></p><p><strong>3. Wind und Wellen</strong> <br />Im Norden der Insel Rügen liegt das etwas verschlafene Dorf Wiek, das sich um eine der größten Hallenkirchen der Insel gruppiert. Sein Kapital ist der Bodden – zum genüsslichen Baden etwas zu matschig, aber zum Kiten ideal, denn es weht fast immer ein guter Wind. Wer es lieber beschaulich mag, kann sich ein SUPBoard ausleihen. Zum Baden geht es an den rauen Weststrand nördlich von Dranske und zum Spazieren an die zwölf Kilometer entfernten Klippen von Kap Arkona. Noch mehr Insel erleben Besucher, wenn sie mit der Fähre nach Hiddensee übersetzen. www.surfkite.camp.de<strong><br /></strong></p><p><strong>4. 66 Seen Zugegeben:</strong> <br />Ein Bergpanorama hat Berlin nicht zu bieten. Dafür ist die Hauptstadt eingebettet in eine Landschaft, die von der Eiszeit sehr wanderfreundlich gestaltet wurde: gut abgehobeltes Flachland, dekorativ durchzogen von funkelndem Wasser. Die 66Seen-Wanderung fädelt einige der schönsten Gewässer wie Perlen auf die Wegstrecke. Auf insgesamt etwa 400 Kilometern kann man die Hauptstadt nach und nach umrunden. Und am Ende jeder Etappe wieder zügig mit Bus, Regionaloder SBahn nach Hause. Badesachen nicht vergessen. www.reiselandbrandenburg.de<strong><br /></strong></p><p><strong>5. Gute Gene</strong> <br />Wenn man durch die Straßen von Werder an der Havel geht, könnte man denken, diese Stadt sei das gemeinsame Kind von Potsdam und Berlin. Werder hat das Hübsche von Potsdam mit seinen wohlfrisierten Fassaden. Zugleich gibt es auch Ecken, die an Berlin erinnern: Laut und rau ist es dort, und natürlich herrscht normalerweise Feierlaune. Bierflasche auf, Prost! Und dann sind da die Seen. Werder wird umsäumt von Wasser, hier kann man prima abtauchen, falls einem Potsdam zu schick und Berlin zu prollig sein sollte. www.werderhavel.de<strong><br /></strong></p><p><strong>6. Alles am Fluss</strong> <br />Das Radfahren entlang von Wasserläufen hat einen großen Vorteil: Es gibt kaum Steigungen. Während die Touren an Elbe, Donau und Weser sehr populär sind, begegnet man auf dem OderNeiße-Radweg oft stundenlang keiner Menschenseele. Besonders lohnend für eine Mehrtagestour ist der Abschnitt vom sächsischen Zittau bis ins brandenburgische Küstrin (318 Kilometer). Highlights: die idyllische Flusslandschaft im Grenzland zu Polen, die Altstadt von Görlitz, der Landschaftspark Bad Muskau. www.oderneisseradweg.de<strong><br /></strong></p><p><strong>7.</strong> <strong>Kunstwerke der Natur</strong> <br />Auch wenn die Museen jetzt wieder öffnen – im Freien kann man jederzeit beeindruckende Felsformationen, die an Skulpturen erinnern, betrachten. Etwa in der Fränkischen Schweiz. Allein um die Orte Pottenstein und Gößweinstein verteilen sich 164 solcher Felsen in der Landschaft. Teils direkt an beschilderten Wanderwegen, teils versteckt und verborgen in Wald und Gebüsch. Sportlich Veranlagte erklettern die Türme aus Kalk und Dolomit auf unterschiedlich schweren Routen. www.fraenkischeschweiz.com<strong><br /></strong></p><p><strong>8.</strong> <strong>Wie das duftet! <br /></strong>Sie müssen ihn einmal gerochen haben, diesen Duft der Hallertau. Wenn die Dolden im Sommer ganz dick in den Hopfengärten hängen, pflücken Sie eine, schauen Sie vorsichtig zwischen ihre Blätter und schnuppern. Leicht bitter, würzig, einzigartig, sie wird bald einem Bier seinen Charakter geben. Am besten entdecken Sie dieses nicht ganz so bekannte Stück Bayern entlang des AbensRadwegs, der 73 Kilometer von Freising durchs Hügelland nach Bad Gögging führt. Gönnen Sie sich ein Mittagessen im SchlossBiergarten in Ratzenhofen (Bayern öffnet Ende Mai die Gastronomie); steigen Sie auf den „Hopfenhimmel“, eine Aussichtsplattform; und genießen Sie in Abensberg eine „Alte Liebe“ von der WeißbierBrauerei Kuchlbauer. O ja, die hat Charakter. www.radtourenchef.de<strong><br /></strong></p><p><strong>9. Hoch hinaus</strong> <br />Verwunschen und sagenumwoben gehört der Mummelsee zu den schönsten Orten an der Schwarzwaldhochstraße. Nach einem Bad geht es auf die nahe Hornisgrinde, mit 1163 Metern der höchste Berg des Nordschwarzwalds. Unter Nadelbäumen und durch ein Hochmoor wandern Besucher in die Höhe. Auf dem Gipfel haben Sie einen großartigen Blick auf den Schwarzwald. www.mummelsee.de<strong><br /></strong></p><p><strong>10.</strong> <strong>Land mit Weitblick</strong> <br />Warum ist die Rhön so schön? Östlich von Fulda ist sie mit dem Hochrhöner gesegnet, einem tollen Wanderweg. Der dünn besiedelte Landstrich steht größtenteils unter dem Schutz der Unesco, bei gutem Wetter kann man Dutzende Kilometer weit gucken. Hier gedeiht, was sonst selten wächst: Echte Betonie auf Goldhaferwiesen, Besenheide und Blutwurz auf Borstgrasrasen. Bestes Bier bekommt man auf dem Kreuzberg, darauf auch noch ein Kloster thront. Wanderer, was willst du mehr? www.rhoen.de<strong><br /></strong></p><p><strong>11.</strong> <strong>Zwischen Wald und Wisent</strong> <br />Das Sauerland hat es namensmäßig nicht so leicht. Klingt immer ein bisschen nach schlechter Laune. Dabei ist die Region ein Paradies für Wanderer: Über 154 Kilometer verläuft der Rothaarsteig auf Bergkämmen, durch Wiesentäler und Laubwälder. Erwandern kann man ihn in sechs, acht oder zwölf Etappen. Dazu gibt es Ausflüge rechts und links des Weges zu frei laufenden Wisenten, Waldskulpturwegen, Höhlen, Flussquellen und dem KyrillPfad. Der zeigt anschaulich, wie der Wald sich nach einem einschneidenden Sturm wieder erholt. Wohnen kann man etwa in Schmallenberg in DesignHolzhäuschen auf einer Bergwiese (www.liebesgruen.de). Karten, Audioguides und Tipps, wie man sich verhält, wenn ein Wisent vor einem steht: www.rothaarsteig.de<strong><br /></strong></p><p><strong>12.</strong> <strong>Wasser marsch!</strong> <br />Wo brauchte man einst Unmengen von Wasser, um Wasser wieder loszuwerden? Im Harz. Dort suchte man ab dem 16. Jahrhundert einen Weg, um das beim Bergbau einsickernde Nass wieder an die Oberfläche zu bekommen. Die Lösung war ein weitverzweigtes Speichersystem, um Wasserräder anzutreiben, die wiederum Pumpen betrieben. So entstand die „Oberharzer Wasserwirtschaft“, die heute zum UnescoWelt- kulturerbe zählt. Wer sich von ClausthalZeller- feld aus zu Fuß oder mit dem Rad auf die Spuren der Geschichte macht, durchstreift auf 200 Quadratkilometern eine wunderschöne Kulturlandschaft aus Teichen, Gräben, Wäldern und Wiesen. Möglicher Startpunkt: von der Pixhaier Mühle in ClausthalZellerfeld in Richtung Buntenbock. www.harzinfo.de<strong><br /></strong></p><p><strong>13.</strong> <strong>Unter Dach und Fach</strong> <br />Durch eines der prächtigen Hoftore zu fahren ist wie in ein früheres Jahrhundert einzutauchen: Mehr als 300 denkmalgeschützte Bauernhäuser reihen sich auf der 145 Kilometer langen ArtlandRad-Tour um Quakenbrück aneinander. Nirgendwo in Europa gibt es mehr historische Fachwerkgebäude als in der Region im südlichen Niedersachsen. Wo einst Erntewagen über das Pflaster klapperten, kann man heute in Cafés und Restaurants verweilen. Ambitionierte Radler schaffen die Tour in zwei Tagen. Weil es auf der Strecke kaum Steigungen gibt, eignet sie sich auch für einen Ausflug mit Kindern. www.osnabrueckerland.de<strong><br /></strong></p><p><strong>14. Glück an der Förde</strong><br />Sie haben so schöne Namen wie Solitüde, Wassersleben und Sandwig. Schon einen Nachmittag an einem der Strände rund um die Flensburger Innenförde zu verbringen, zu baden oder zu träumen fühlt sich an wie eine Woche Urlaub. Wer einmal dort gewesen ist, wundert sich nicht mehr, dass die SchleswigHolsteiner die glücklichsten Deutschen sind. Laut Glücksatlas, also richtig erforscht. Und wer abends dann noch eine fangfrische Kutterscholle mit Petersilienkartoffeln und Gurkensalat isst, fühlt sich genauso glücklich wie die Einheimischen. www.flensburgerfoerde.de</p>								</div>
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		<title>Landtourismus &#8211; Ausruhen nur für Gäste</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Sep 2019 11:47:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Zwischen Hühnern, Pferden und Rindern entspannen und im Einklang mit der Natur leben. Das ist das Konzept der Erlebnisbauernhöfe der Familie Mushardt in Otterndorf und Altenbruch mit großem Erfolg und besten Zukunftsaussichten. Während die Gäste sich erholen, ist die Betreiberfamilie ständig auf Achse. Wo kommen eigentlich Erbsen her? Was bedeutet es, ein Tier zu halten, [&#8230;]</p>
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									<p>Zwischen Hühnern, Pferden und Rindern entspannen und im Einklang mit der Natur leben.</p><p><br />Das ist das Konzept der Erlebnisbauernhöfe der Familie Mushardt in Otterndorf und Altenbruch mit großem Erfolg und besten Zukunftsaussichten. <br />Während die Gäste sich erholen, ist die Betreiberfamilie ständig auf Achse. <br />Wo kommen eigentlich Erbsen her? <br />Was bedeutet es, ein Tier zu halten, das später auf unseren Tellern landet? Und wie lässt sich eine wachsende Weltbevölkerung bei schrumpfenden Agrarflächen zukünftig versorgen, ohne unsere Natur nachhaltig zu zerstören? Zugegeben, die letzte Frage wird Familie Mushardt mit ihren Erlebnisbauernhöfen Katthusen in Otterndorf und Lafrenz in Altenbruch wohl nicht allein lösen können. <br />Das Leitmotiv „Leben in Einklang mit der Natur“ lässt sich jedoch an jeder Ecke der Ferienhöfe erkennen.  <br />Seit 1994 wird Feriengästen während des Urlaubs oder Tagesausflüglern im Rahmen von Erlebnistagen nähergebracht, was es bedeutet, einen Lebensmittelbetrieb nachhaltig zu führen. <br />Den Gästen wird dabei allerhand geboten, und mit anpacken können sie natürlich auch. Insbesondere bei jungen Familien kommt das Angebot sehr gut an. <br />Während die Kleinen mit dem vielfältigen Rahmenprogramm aus Ponyreiten, Tretautofahren, Toben auf dem Heuboden und Tiere füttern beschäftigt sind, können die Eltern auch mal die Beine hochlegen.<br />Mit einem eigenen Kneipp Rundweg kommt auch das Wellnessangebot nicht zu kurz dem Entspannungsurlaub steht also nichts entgegen. <br />Und wenn Papa zur Ernte doch mal auf dem Traktor mitfahren möchte, schickt er dann die Kinder vor, die für ihn fragen müssen. <br />Das stringente Verfolgen des Leitmotivs, das auf Nachhaltigkeit und Regionalität setzt, wird auch in der Auswahl der vielfältigen Partnerorganisationen deutlich, mit denen die Mushardts zusammenarbeiten. <br />So sind die Höfe mit ihrer Mutterkuhhaltung und Grünlandbewirtschaftung Partner im Nationalpark Wattenmeer, kooperieren beim Schutz von Fledermäusen mit dem regionalen Natur- schutzbund und setzen mit einer Randbe- grünung der Anbaufelder gemeinsam mit dem Imkerverband Hadeln ein Zeichen<br />gegen das Bienensterben. <br />Im schnelllebigen Tourismusgeschäft<br />wie auch der Landwirtschaft ist es Familie Mushardt wichtig, nicht stehen zu bleiben,<br />sich stetig weiterzubilden und zu qualifizieren. <br />„Wer sich nicht weiterentwickelt, wird abgehängt und nicht lange Bestand haben“, so Ute Mushardt, die als gelernte Tourismuskauffrau mit späterem Meisterabschluss der Hauswirtschaft den Tourismusbereich im Familienbetrieb leitet. <br />Inzwischen trägt das Tourismusgeschäft mit 46 Übernachtungsbetten und diversen Veranstaltungsformaten zu fast einem Drittel des Gesamtbetriebsumsatzes bei. <br />Mit 220 Belegungstagen wird eine höhere Quote als bei manchen Hotelketten erreicht. <br />Die Philosophie der stetigen Weiterbildung wird dabei von der Familie in besonderer Form vorgelebt. So stehen die Kinder Nele und Markus mit weiteren Ideen bereits in den Startlöchern, um den Betrieb zu übernehmen. <br />Tochter Nele hat gerade ihren Bachelorabschluss erlangt und ihre Abschlussarbeit über die Entwicklung des Landtourismus geschrieben. <br />Ergebnis der Arbeit: Es gibt noch keine Weiterbildungsangebote für Anbieter in diesem Bereich, womit das Ziel der künftigen Masterarbeit bereits gesetzt ist. Sohn Markus, der seinen Masterabschluss in Agrarwissenschaften bereits in der Tasche hat, bietet die Veranstaltungsreihe „Landwirtschaft erklärt bei Schinkenbrot und Bier“ an, wo den Gästen die Aufgaben eines Landwirts nähergebracht werden. <br />Die Zutaten für das ausgeschenkte Bier sollen dabei künftig ebenfalls vom eigenen Hof kommen und möglichst regional gebraut werden.<br />Der Aspekt der Regionalität soll künftig noch stärker verfolgt werden. <br />Man ist auf der Suche nach Partnern, um als regionaler Wirtschaftskreislauf fungieren und Produkte im Direktvertrieb vermarkten zu können. <br />Auch ein eigener Hofladen ist abei nicht ausgeschlossen.</p><p>Im Tourismusbereich wünscht sich Ute Mushardt ein stringenteres gemeinschaftliches Auftreten der Verwaltungen über Gemeinde und Kreisgrenzen hinweg: „Es bedarf endlich eines gemeinsamen Regionalmanagements, damit wir uns als Urlaubsregion an der Nordsee gegenüber unseren Konkurrenten in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern besser aufstellen können.</p><p>“ Mit der Unterstützung von öffentlicher Seite soll dann auch die Erweiterung um sechs weitere mobile Ferienwohnungen auf dem Hof Lafrenz gelingen, welche Tochter Nele Mushardt dann weiter vorantreiben wird.</p><p>Somit sollen dann noch mehr Gäste erfahren, wo die Erbsen und die Wurst auf dem Teller herkommen.</p><p><strong>Georg Händel<br /></strong>IHK Stade<strong><br /></strong></p>								</div>
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		<title>Landwirtschaft – eine Herausforderung der heutigen Zeit</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Jul 2019 12:49:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Familie Mushardt sind Landwirte aus Leidenschaft. Es ist eine Gradwanderung zwischen neuester Technik, nachhaltiger Tradition und ökonomischer Bewirtschaftung. 2018 wurde ihr Hof Katthusen vom niedersächsischen Landwirtschaftsministerium als herausragendes Projekt zur Erhaltung der Dorfkultur ausgezeichnet. Der vollbewirtschaftete Bauernhof mit Getreideanbau, Mutterkuhhaltung, Geflügel, Kaninchen, Pferde und Ponys fordert die ganze Familie. Mittlerweile arbeiten drei Generationen auf [&#8230;]</p>
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									<p><strong>Die Familie Mushardt sind Landwirte aus Leidenschaft. Es ist eine Gradwanderung zwischen neuester Technik, nachhaltiger Tradition und ökonomischer Bewirtschaftung. 2018 wurde ihr Hof Katthusen vom niedersächsischen Landwirtschaftsministerium als herausragendes Projekt zur Erhaltung der Dorfkultur ausgezeichnet.</strong></p><p>Der vollbewirtschaftete Bauernhof mit Getreideanbau, Mutterkuhhaltung, Geflügel, Kaninchen, Pferde und Ponys fordert die ganze Familie. Mittlerweile arbeiten drei Generationen auf dem Bauernhof. Das bringe immer wieder frischen Wind und neue Ideen, so Landwirtin Ute Mushardt. Die gut gebuchten Ferienwohnungen und mobilen Ferienhäuser sind dabei wichtige wirtschaftliche Säulen. Besonders Familien genießen die Zeit auf dem „Mitmachhof“. Kinder übernehmen die Patenschaft für ein Tier, versorgen es und lernen so Verantwortung zu übernehmen.</p><p><strong>Neue Nischenprodukte</strong></p><p>Kräuterpädagogin Mushardt ist es wichtig, dass die Kinder neben dem Kontakt mit den Tieren lernen, wie viel Mühe es kostet, bis ein ländliches Produkt auf den Tisch kommt. Ihnen sei es wichtig, im Ackerbau bodenschonend zu arbeiten. Während sich der älteste Sohn Markus nach dem Studium auf den Pflanzenbau konzentriert ist der Studienschwerpunkt von Tochter Merle der Landtourismus. So entstehen durch neue Impulse immer wieder Nischenprodukte wie zum Beispiel Braugerste für angesagte kleine Brauereien. Der Hof Katthusen möchte landwirtschaftliche Zusammenhänge Kindern und Erwachsenen begreifbar und erlebbar machen. Die Familienangebote wie der „Erlebnis Vormittag“ mit Hofrundgang, Besichtigung der Spielanlagen und regionalem Frühstück auf dem Heuboden sind ein spannender Ansatz. Nach dem Spielspaß sorgt Kneipgesundheitstrainerin Ute Mushardt mit einer kühlenden Runde durch den Barfuß-Erlebnisparcour der Kneipp-Wasseranlagen Abwechslung für Körper, Geist und Seele.</p>								</div>
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		<title>Hofgottesdienst in Altenbruch</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Jun 2019 12:23:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>ALTENBRUCH. Unter dem Thema „“Gastfreundschaft und was daraus erwächst“„ laden die Kirchengemeinde Altenbruch und die Urlauberseelsorgerin des Kirchenkreises, Pastorin Maike Selmayr, zu einem sommerlichen Gottesdienst auf dem Hof Lafrenz in der Heerstraße ein. Der Hofgottesdienst beginnt am Sonntag, 30. Juni, um 10 Uhr. Pastorin Maike Selmayr, die den Gottesdienst mit Birgit Berendts und zwei Bläsern [&#8230;]</p>
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									<p>ALTENBRUCH. Unter dem Thema „“Gastfreundschaft und was daraus erwächst“„ laden die Kirchengemeinde Altenbruch und die Urlauberseelsorgerin des Kirchenkreises, Pastorin Maike Selmayr, zu einem sommerlichen Gottesdienst auf dem Hof Lafrenz in der Heerstraße ein. Der Hofgottesdienst beginnt am Sonntag, 30. Juni, um 10 Uhr. Pastorin Maike Selmayr, die den Gottesdienst mit Birgit Berendts und zwei Bläsern musikalisch gestaltet, wird in der Predigt Überraschendes und nach Nachdenkliches zum Thema Gastfreundschaft rund um den Propheten Elisa aufnehmen. Und natürlich werden Hans Hermann Lafrenz und die Familie Mushardt wieder in bewährter Weise dafür sorgen, dass Gäste sich herzlich willkommen fühlen. Bereits am Freitag, 28. Juni, beginnen die Schöpfungsandachten auf dem Hof Katthusen, Wesermünder Straße 28, in 21 762 Otterndorf.&nbsp; Sie finden in diesem Jahr bereits zum dritten Mal statt und sind 2018 mit einem Sonderpreis des Landwirtschaftsministerium zur Erhaltung der Dorfkultur ausgezeichnet worden. Vor der Andacht besteht die Möglichkeit ab 18.30 Uhr an einem geführten Hofrundgang mit aktuellen Hinweisen zur heutigen Landwirtschaft teilzunehmen. Die Schöpfungsandachten zum Psalm vom guten Hirten finden freitags, von 19.30 bis 20 Uhr an folgenden Terminen statt:<br><br>• 28. Juni: „Von Gott gefunden“ – Andacht zu Ps. 23,1<br>• 12. Juli: „Gottes Fülle erleben“ – Andacht zu Ps. 23,2<br>• 19. Juli: „Mit Gott den richtigen Weg finden“ – An- dacht zu Ps. 23,3b<br>• 26. Juli: „In der Finsternis auf Gott vertrauen“ – Andacht zu Ps. 23,4<br>• 9. August: „Von Gott gestärkt und erfüllt“ – Andachtzu Ps. 23,5 (mit Imbiss)<br>• 23. August: „Bei Gott zuhause sein“ &#8211; Andacht zu Ps. 23,6<br>Die Andachten finden draußen oder auf dem Heuboden statt, je nach Wetterlage.</p>								</div>
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		<title>Wieso, weshalb, warum?</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Jun 2019 12:36:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die Medien über uns]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Einen landwirtschaftlichen Betrieb hautnah erleben kann jeder in Otterndorf auf dem Hof Mushardt ALTENBRUCH. „Ich wusste gar nicht, wie viel Arbeit der Landwirt leisten muss, bevor ich aus dem Getreide ein Brot backen kann“, sagte eine Besucherin erstaunt. Gar nicht so einfach, den Ertrag eines Weizenfeldes zu schätzen. Wie viel Kilogramm Mehl kann daraus gemahlen [&#8230;]</p>
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									<p><strong>Einen landwirtschaftlichen Betrieb hautnah erleben kann jeder in Otterndorf auf dem Hof Mushardt</strong></p><p>ALTENBRUCH. „Ich wusste gar nicht, wie viel Arbeit der Landwirt leisten muss, bevor ich aus dem Getreide ein Brot backen kann“, sagte eine Besucherin erstaunt. Gar nicht so einfach, den Ertrag eines Weizenfeldes zu schätzen. Wie viel Kilogramm Mehl kann daraus gemahlen werden? Und was bleibt am Ende für den Landwirt übrig? Auf einem Gang über den Hof und die Felder erklärt Landwirt Markus Mushardt (27) seinen Besuchern, wie ein Landwirt heutzutage arbeiten muss, um seine Produkte kostendeckend zu produzieren. So müssen für eine Milchkuh 35 Arbeitsstunden pro Jahr aufgewendet werden. „Landwirtschaft zum Anfassen und Erleben“, möchten die Betreiber des in Altenbruch/Otterndorf gelegene Hof Mushardt den Menschen auf fassbare Weise vermitteln: Selber mit dem Spaten in den Boden graben und erleben, was einen fruchtbaren und gesunden Acker ausmacht. Regenwürmer live und in Action erleben.</p><p>Die jahreszeitlichen Abläufe in einem landwirtschaftlichen Betrieb erklärt bekommen. Moderne Technik und Pflanzen zum Greifen nah. Besondere Projekte des Betriebes besichtigen wie den Anbau von Lupinen, Erbsen und Braugerste. Nach einer gemeinsamen Exkursion durch Felder und Scheunen kehren wir gemeinsam in unsere gemütliche Scheune ein und lassen den Abend bei einer Runde Bier und Schinkenbrot gemütlich ausklingen. Klären Sie Fragen, die Ihnen in Bezug zur Landwirtschaft auf der Zunge brennen. Und Sie bekommen Informationen aus erster Hand. „Es gibt keine doofen Fragen und keine kritischen Fragen“, lacht der studierte Markus Mushardt. Bei einem Besuch auf dem Hof lernen die Gäste die Zusammenhänge in einem gesunden Boden kennen. Was leistet der Boden für unsere Lebensgrundlage? Was leistet die Landwirtschaft für die Gesellschaft und die Umwelt? Wie werden Menschen in der Zukunft ernährt? Können wir noch alle ernähren? Antworten und Eindrücke gibt es auf dem Ferienbauernhof Mushardt, besser als im Internet oder in jedem Buch.</p>								</div>
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		<title>Unser vielfältiges Veranstaltungsangebot</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Jan 2018 14:01:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die Medien über uns]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen zunächst kurz vor. Auf unseren Ferienbauernhöfen „Katthusen“ (Nordseebad Otterndorf) und „Lafrenz“ (Nordseeheilbad Cuxhaven-Altenbruch) bieten wir unseren übernachtenden Gästen wie auch Tagestouristen Landwirtschaft zum Anfassen und ein vielfältiges Veranstaltungsangebot. Insgesamt verfügen wir über sechs Ferienwohnungen sowie drei mobile Ferienhäuser. Seit 1994, als wir den Betriebszweig Landtourismus gründeten, konnten wir so den [&#8230;]</p>
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										<time>1. Januar 2018</time>					</span>
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									<p><strong>Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen zunächst kurz vor.</strong></p><p>Auf unseren Ferienbauernhöfen „Katthusen“ (Nordseebad Otterndorf) und „Lafrenz“ (Nordseeheilbad Cuxhaven-Altenbruch) bieten wir unseren übernachtenden Gästen wie auch Tagestouristen Landwirtschaft zum Anfassen und ein vielfältiges Veranstaltungsangebot. Insgesamt verfügen wir über sechs Ferienwohnungen sowie drei mobile Ferienhäuser. Seit 1994, als wir den Betriebszweig Landtourismus gründeten, konnten wir so den Ferienbetrieb von 12 auf jetzt 40 Betten erweitern. Von April bis Oktober besuchen außerdem ca. 3 500 Tagesgäste (u. a. Schulklassen und Kindergärten) unsere Höfe. Unsere Gäste laden wir ein, an unserem bäuerlichen Leben auf unseren aktiv bewirtschafteten Höfen (Ackerbau und Mutterkuhherde) teilzuhaben. Mit dem Einkommenszweig Tourismus erwirtschaften wir einen jährlichen Umsatz von etwa 150 000 € und tragen mit ca. 320 000 € (6 400 Übernachtungen x ca. 50 € Ausgaben pro Kopf) zur regionalen Wertschöpfung bei. Darüber hinaus bieten wir Arbeitsplätze für drei Festangestellte, acht geringfügig Beschäftigte und drei kurzfristig Beschäftigte. Seit 2017 sind wir Partner des Nationalparks Wattenmeer. Mit unseren Kühen und der Grünlandbewirtschaftung leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des UNESCO-Weltnaturerbes und bieten in Kooperation mit Nationalparkführer/-innen Veranstaltungen an, bei denen unsere Gäste viel über das Wattenmeer lernen können.</p><p><strong>Was sind Ihrer Einschätzung nach in der Vergangenheit wichtige Faktoren oder Bedingungen für den Erfolg Ihres Unternehmens gewesen?</strong></p><p>Auf unserem landwirtschaftlichen Betrieb waren leerstehende Zimmer sowie freie Arbeitskapazitäten vorhanden. Die Ausbildungen zur Hotelkauffrau und zur Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft boten eine wichtige Grundlage für den Aufbau eines touristischen Betriebszweiges/Ferienbauernhofes. Zusatzqualifikationen, u. a. zur Bauernhofpädagogin oder zur Voltigierwartin (FN), haben uns geholfen, unser touristisches Angebot auszuweiten und vielfältiger zu gestalten. Die Beratung durch die Landwirtschaftskammer sowie die Unterstützung durch Marketingorganisationen wie die „AG Urlaub und Freizeit auf dem Lande“ und die Tourismus-Zentrale gehören ebenfalls zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren. Durch Onlinebuchbarkeit und hohe digitale Sichtbarkeit kommen auch im Winter Urlaubsgäste zu uns auf die Höfe, aber auch Wirtschaftsunternehmen nutzen diese Unterbringungsmöglichkeiten für ihre Mitarbeiter.</p><p><strong>Welche Rolle spielen dabei Ihr Standort und sein Umfeld? Worin sehen Sie Vorteile, worin Nachteile?</strong></p><p>Von Vorteil sind die unmittelbare Nähe zum Nordseebad Otterndorf, die gute Verkehrsanbindung (nächste Bahnstation in 1 km Entfernung, 10 km bis zur Autobahn) und die Tatsache, dass Cuxhaven und Otterndorf jeweils ein eigenes Stadtmarketing besitzen. Außerdem gab es Mitte der 1990er Jahre in unserer ländlichen Region noch viele Arbeitssuchende. Nachteilig ist jedoch das eingeschränkte Einzugsgebiet, da wir auf zwei Seiten von Wasser umgeben sind. Hinzu kommen die fehlende Fährverbindung über die Elbe nach Schleswig-Holstein, der schlecht ausgebaute ÖPNV im Hinterland und die relativ große Entfernung bis zur nächsten Großstadt (Bremerhaven 48 km, Hamburg 130 km).</p><p><strong>Welche standortbedingten Hemmnisse gab oder gibt es für Ihr Unternehmen? Haben Sie sie aus eigener Kraft, in Kooperation mit anderen oder mit Unterstützung (z. B. Beratung, Förderung etc.) bewältigen können und wie?</strong></p><p>Aufgrund der Einzelhoflage fallen wir unter 35 des Baugesetzbuches (Bauen im Außenbereich). Daraus ergibt sich eine Einschränkung auf drei Wohneinheiten – was vom Landkreis Cuxhaven auch sehr restriktiv gehandhabt wird. Eine Erweiterung wäre nur durch Erstellung eines Bebauungsplanes möglich, was sehr kostspielig wäre, oder durch Beherbergungs-Alternativen. Diesen Weg haben wir beschritten und verfügen am Hof Katthusen über drei mobile Ferienhäuser. Eine fehlende Spezialisierung für den Bereich Agrotourismus innerhalb der relevanten Ausbildungsgänge konnte nach und nach über Lehrgänge bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen ausgeglichen werden. Verbandliche Unterstützung bei den für uns relevanten Themen erhalten wir durch die Bundesarbeitsgemeinschaft für Bauernhofurlaub und Landtourismus in Deutschland e.V., die seit 2003 fortlaufend entsprechende Leitanträge an die Bundespolitik richtet. Fehlendes Zielgruppenmarketing vor Ort konnte durch den Landesverband AG Urlaub und Freizeit auf dem Lande aufgefangen werden. Durch Verbändekooperation ist mit dem Internetportal „Landsichten“ vor einigen Jahren eine bundesweite Vermarktungsplattform entstanden, die maßgeblichen Anteil an der besseren Vermarktung unseres Angebotes hat. Weitere Kooperationen – mit dem Nationalpark Wattenmeer, Tourismusorganisationen vor Ort, Kirche im Tourismus (eigene Andachtsformate) sowie Künstlern und Kulturanbietern – erhöhen unsere Auslastung.</p><p><strong>Finden Sie ausreichend Fachkräfte? Falls nicht, würden Sie sagen, dass es dafür u. a. auch standortbedingte Gründe gibt? Welche wären das?</strong></p><p>Tatsächlich haben auch wir Schwierigkeiten, geeignete Arbeitskräfte zu finden, da der demografische Wandel im ländlichen Raum besonders stark ist. Ein weiterer Grund liegt darin, dass es innerhalb der hauswirtschaftlichen Ausbildung bislang keinen Ausbildungszweig speziell für den Bereich Agrotourismus gibt.</p><p><strong>Was werden in Zukunft wichtige Faktoren sein, bzw. worin sehen Sie in den nächsten 10 –15 Jahren evtl. (standortbedingte) Gefahren für den weiteren Erfolg Ihres Unternehmens?</strong></p><p>Damit wir auch in Zukunft erfolgreich Urlaub auf dem Bauernhof anbieten können, benötigen wir eine angemessene Infrastruktur. Dazu gehören Wegebau (multifunktionale Wirtschaftswege und Straßen, die verschiedene Nutzergruppen berücksichtigen), der Breitbandausbau (oder alternative Lösungen wie z. B. Sendemasten) und ein adäquates ÖPNV-Angebot auch im Hinterland sowie eine Vernetzung der Angebote. Darüber hinaus dürfte der Arbeitskräftemangel uns zunehmend Probleme bereiten.</p><p>In welchen Bereichen würden Sie sich (zusätzliche) Unterstützung wünschen? Durch wen?§ Wir wünschen uns einen Abbau der Bürokratie und eine Beschleunigung von Genehmigungsverfahren. Neben ausreichenden Beratungsangeboten und Anpassungen im Bereich der beruflichen Qualifizierung wäre außerdem, wie gesagt, der Erhalt und Ausbau von öffentlicher Infrastruktur wichtig.</p>								</div>
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